Die Chronik unseres Vereins

 

1821Am 26 November wird die Gemeinde Brunnenreuth gegründet.
1875Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Brunnenreuth.
(Aus der Gründungszeit der Wehr sind keinerlei Unterlagen vorhanden.
Namentlich bekannt sind die Gründungsmitglieder Johann Hemmeter, Georg Endlich und Johann Heiß.)
1897Anschaffung einer fahrbaren Feuerspritze.
(Von der Anschaffung der Feuerspritze weiß man aufgrund einer Inventarliste
vom 20.06.1914.
Die Anschaffungskosten für die Spritze betrugen 1.350.- Mark)
1911Aus diesem Jahr existiert eine Grundliste (Mannschaftsliste).
In der Grundliste sind 64 aktive Mitglieder erfasst, eine stolze Zahl angesichts
der kleinen Gemeinde.

1913 Letzte Versammlung vor dem 1. Weltkrieg.
Während des 1. Weltkriegs ist das Feuerwehrwesen in Brunnenreuth wohl vollkommen zum Erliegen gekommen. Dass 1913 eine Versammlung stattgefunden hat wissen wir nur aus dem Protokoll vom 22. Juni 1919.
1914 bis 1918Im ersten Weltkrieg fallen 6 Feuerwehrkameraden, 2 Kameraden werden bis heute vermisst.
1919Vorkriegskommandant und Bürgermeister Friedrich Kring organisiert die Feuerwehr neu.
Am 22. Juni 1919 findet die erste Versammlung nach dem Krieg statt.

Die Neuwahl ergibt folgendes Ergebnis:

Kommandant: Friedrich Kring (Bürgermeister)

Vorstand: Johann Hemmeter (Mitglied des Bezirksfeuerwehrausschusses)

Kassier: Jakob Schläfer

Schriftführer: Rudolf Heine (Lehrer in Brunnenreuth)

Adjutant: Rudolf Heine
1922 In der Generalversammlung vom 22. Januar wird Sebastian Peter zum neuen Kommandanten gewählt.
Die übrige Vorstandschaft bleibt im Amt.
1925Feier des 50 jährigen Gründungsjubiläums.
Nur aufgrund des Protokolls über diese Jubiläumsfeier ist das Gründungsjahr 1875 der Wehr bekannt.
1927Am 8. Mai 1927 wird Johann Lindauer anstelle des aus Brunnenreuth weggezogenen Hauptlehrers Rudolf Heine zum Schriftführer und Adjutanten gewählt.
1929Zur Neuwahl während der Generalversammlung am 13. Januar tritt der bisherige Vorstand Johann Hemmeter aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Die Neuwahl ergibt folgendes Ergebnis:

Kommandant: Sebastian Peter

Vorstand: Friedrich Kring
(Bürgermeister und Ehrenkommandant)

Kassier: Jakob Lindauer

Schriftführer: Konrad Lindauer

Adjutant: Konrad Lindauer.
1934 Bei der am 14. Januar 1934 stattfindenden Generalversammlung, in der die turnusmäßige Neuwahl der Vorstandsämter ansteht, macht sich bereits die nationalsozialistische Machtübernahme bemerkbar. Kommandant Sebastian Peter wird nicht mehr gewählt, sondern vom Gemeinderat als Wehrführer bestellt. Der Kommandant ernennt dann die Dienstgrade.

Ansonsten wird die Vorstandschaft wie folgt gewählt:

Vorstand: Georg Heiß

Schriftführer: Konrad Lindauer

Kassier Jakob Lindauer.
1936 Nachdem Sebastian Peter Bürgermeister geworden war, wird
Johann Engelhardt zum Kommandanten bestimmt.
1937Nach dem Tod von Johann Engelhardt wird Konrad Lindauer zum Kommandanten bzw. Brandmeister, wie der Wehrführer mittlerweile heißt, ernannt. Konrad Lindauer blieb Wehrführer bis zum Kriegsende. Er übte zunächst auch das Amt des Schriftführers weiterhin aus.
1939Am 14. Januar wird Georg Holzer zum neuen Schriftführer gewählt.
1939 bis 1945 In den Kriegsjahren bis 1945 wurden keine Jahresversammlungen des Vereins durchgeführt, zumindest liegen keine entsprechenden Berichte vor. Berichtet wird nur noch über die Inspektionen der Wehr. Diese Berichte sind recht knapp und wenig aussagekräftig. Im letzten Eintrag vor dem Kriegsende vom 6. April 1943 wird erwähnt, dass der Kreisführer neben der Mannschaft auch die Frauengruppe geprüft und in besonderer Ordnung vorgefunden hat. Es war, wie dem Bericht zu entnehmen ist, die erste, aber nicht die einzige Frauengruppe im Kreis. Der Grundliste von 1944 ist zu entnehmen, dass die Frauengruppe aus 9 Mitgliedern bestand, leider wurden darin keine Namen genannt.
1947 Am 1. März nimmt die Feuerwehr erstmals nach dem Krieg wieder neue Mitglieder auf und beginnt unter dem bisherigen Kommandanten Konrad Lindauer wieder mit dem Übungsdienst.
1948Am 20. März findet die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, bei der auch eine neue Führungsmannschaft gewählt wird.

Wahlergebnis:

Kommandant: Christian Kübler

Schriftführer: Willy Mayer

Kassier: Jakob Kring.
1949Emil Lindauer wird zum Vorstand des Feuerwehrvereins gewählt.
Willy Mayer übernimmt auch das Amt des Kassiers.
1951Die Vorstandschaft wird im Amt bestätigt.
Am 14. August erhält die Wehr endlich die schon lange erhoffte und dringend benötigte Motorspritze TS 4/4.
1955 Ab 1. Januar führt die Gemeinde auf Betreiben der Feuerwehrführung die Feuerschutzabgabe ein.
1956Die Wehrführung wird erneut im Amt bestätigt.
1958 In der Generalversammlung am 18. März legt Kommandant Kübler sein Amt nieder.

Die Neuwahl der Vorstandschaft erbringt folgendes Ergebnis:

Kommandant: Willy Mayer

Vorstand: Emil Lindauer

Schriftführer: Willi Heinrich

Kassier: Willi Heinrich
1962Kommandant Willy Mayer wird zum Kreisbrandmeister bestimmt.
1964Am 23. März wird als neues Löschgerät eine TS 8/8 auf einem TSF Ford FK 1250 in Dienst gestellt.
1965Erstmals legte eine Gruppe der Wehr eine Leistungsprüfung ab.
1966Die Wehr erhält in Spitalhof an der Kirche ein neues Gerätehaus.
1968In der Jahreshauptversammlung am 30.Nonember1968 stellte Kommandant Willy Mayer sein Amt wegen Arbeitsüberlastung zur Verfügung. Auf seinen Vorschlag hin wird eine neue Vorstandschaft gewählt:
Die im Jahr 1958 gewählte Vereinsführung war offiziell wohl immer noch im Amt gewesen. Zumindest kann den vorliegenden Unterlagen nicht entnommen werden, dass seither Wahlen stattgefunden hätten. In diesen zehn Jahren war das Vereinsleben mehr und mehr zum Erliegen gekommen. Kommandant Willy Mayer hatte am Ende der Dekade praktisch auch alle Vereinsaufgaben inne. Er berief und leitete die Jahresversammlungen und führte auch das Protokoll. Berichte liegen aus dieser Zeit nur zur Tätigkeit der aktiven Mannschaft vor. Wohl aufgrund der Überbelastung des Kameraden Mayer war es schließlich aber auch mit dem aktiven Dienst mehr und mehr bergab gegangen.

Die neue Vereinsführung setzte sich wie folgt zusammen:

Kommandant: Josef Spinnler

Vorstand: Michael Mayer

Kassier: Willy Mayer

Schriftführer: Willy Mayer.
1969Neuaufbau der Feuerwehrorganisation
Am 4. Mai erklären fünfzehn junge Gemeindebürger ihre Bereitschaft zum aktiven Dienst in der Feuerwehr. Bereits am 15. Oktober legten drei Löschgruppen das Leistungsabzeichen der Stufe I ab. Am 7. Dezember tritt der Verein erstmals mit dem Theaterstück „Die Liebesprobe“ an die Öffentlichkeit. Somit ist dieses das Gründungsdatum der Theatergruppe der FF Brunnenreuth
1971Am 26. und 27. Juni findet das Fest der Fahnenweihe statt.
1972Mit der Ernennung von Herbert Sitzmann zum Jugendbeauftragten und dem Aufbau der ersten Jugendgruppe beginnt die systematische Förderung der Jugendarbeit.
Am 22.10. legte erstmals eine Jugendgruppe die Jugendleistungsprüfung ab.
Zum 1. Juli wird die Gemeinde Brunnenreuth nach Ingolstadt eingemeindet.
Die Feuerwehr wird als Nebenwache Brunnenreuth in die Gesamtfeuerwehr der Stadt Ingolstadt integriert. Der bisherige Kommandant wird Zugführer der Nebenwache.
Am 13. August veranstaltet die Feuerwehr erstmals ein Gartenfest. Mittlerweile ist das Gartenfest der Feuerwehr, das jetzt am Feuerwehrhaus abgehalten wird, aus dem Gemeindeleben von Brunnenreuth nicht mehr wegzudenken.
1974Bei der Vorstandswahl am 6. Januar wird der bereits 1968 begonnene Führungswechsel abgeschlossen. Willy Mayer scheidet endgültig aus der Feuerwehrführung aus.

Die Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Zugführer: Josef Spinnler

Vorstand: Michael Mayer

Schriftführer: Willi Heinrich

Kassier: Herbert Sitzmann.
1975Feier des 100 jährigen Gründungsfestes vom 18. bis 20. Juli.
In den folgenden Jahren ergibt sich eine stetige Aufwärtsentwicklung. Regelmäßig legen mehrere Gruppen Leistungsprüfungen der verschieden Stufen ab. Die Feuerwehranwärter erwerben regelmäßig die bayerische Jugendleistungsspange. Die Stärke der aktiven Mannschaft bleibt über viele Jahre hinweg auf einem hohen Stand. Das Vereinsleben ist intensiv und abwechslungsreich, wird aber im Grunde genommen ebenfalls ausschließlich von der aktiven Mannschaft getragen.
1977Die Stadt Ingolstadt stellt ein leer stehendes Gebäude an der Ecke Robert-Koch-Straße/Georg-Heiß-Straße in Unterbrunnenreuth zur Verfügung, das zum Vereinsheim umgebaut wird. Nach der Eröffnung des Vereinsheims nimmt die Zahl der fördernden Vereinsmitglieder stetig zu und auch die aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Mitglieder bleiben dem Verein verstärkt erhalten.
1978Am 29. Dezember erhält die Nebenwache Brunnenreuth als neues Fahrzeug ein TSF auf Ford Transit 1700 mit TS 8/8 und Feuerwehrbeladung und Platz für eine Staffel. Der Aufbau stammte von Ziegler.
1979 Bei der Neuwahl am 11. März wird die Vorstandschaft im Amt bestätigt. Für den ausgeschiedenen Schriftführer Willi Heinrich wird Manfred Spinnler gewählt.
1984Die gesamte Vereinsführung wird im Amt bestätigt. Die positive Entwicklung der Feuerwehr setzte sich sowohl im Verein als auch beim aktiven Dienst fort. Regelmäßige Übungen und Leistungsprüfungen sorgen für einen guten Ausbildungsstand der aktiven Mannschaft; und der stetige Anstieg der Mitgliederzahl bewiesen, dass die Feuerwehr auf einem guten Weg ist.
In der Amtsperiode von Zugführer Spinnler haben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brunnenreuth insgesamt 263 Leistungsabzeichen erworben, darunter 27 Jugendspangen und 16 Abzeichen der höchsten Stufe III/5.
1989Mit dem Ende der Wahlperiode bahnt sich ein erneuter Generationswechsel an. Sowohl Zugführer Spinnler als auch Vorsitzender Mayer stellten ihre Ämter zur Verfügung.

Zum neuen Zugführer wird Ralf Netter ernannt.

Der neue Vereinsvorstand setzt sich nach der Wahl am 26. Februar wie folg zusammen:

Vorsitzender: Anton Wamser

Schriftführer: Manfred Spinnler

Kassenwart: Herbert Sitzmann
1990Die Wehr erhält in Unterbrunnenreuth an der Robert-Koch-Straße ein neues Gerätehaus. Die Einweihung erfolgt am 12. März.
1991Am 14. Mai erhält die Wehr ein LF 8 auf Mecedes-Benz T2 709D (Aufbau Ziegler) mit Ausrüstung schwerer Atemschutz als Löschfahrzeug. Die Besatzung beträgt jetzt eine Löschgruppe 1/8. Damit kommen neue Aufgaben auf die aktiven Mitglieder zu. Erstmals müssen Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden.
1992Am 1. April wird in Ingolstadt eine Berufsfeuerwehr eingeführt. Die Freiwillige Feuerwehr Brunnenreuth wird zu einer Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ingolstadt.
1993Im Mai wird Zugführer Ralf Netter zum Kommandanten und Stadtbrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Ingolstadt gewählt.
In Brunnenreuth organisiert die Feuerwehr erstmals ein "Spiel ohne Grenzen".
1994Die gesamte Vereinsführung wird im Amt bestätigt.

Am 21. Mai erhält Kamerad Dirk Koslowski eine Auszeichnung durch den Leiter der Berufsfeuerwehr Ulrich Braun, Stadtbrandinspektor Ralf Netter und Oberbürgermeister Peter Schnell für die erfolgreiche Lebensrettung eines verunglückten Sportlers während der Triathlon-Stadtmeisterschaft am 24. Juli.
1997Jugendwart Manfred Spinnler wird zum stellv. Stadtjugendfeuerwehrwart gewählt.
1999Kassenwart Herbert Sitzmann stellt sein Amt zur Verfügung.
Zur Kassenwartin wird Monika Spinnler gewählt. Die übrige Vorstandschaft bleibt unverändert.
2000Feier des 125 jährigen Gründungsfestes vom 27. - 29. Mai.
Nach Auflösung der Gesamtfeuerwehr Ingolstadt wird die Freiwillige Feuerwehr Brunnenreuth wieder eine selbständige Ortsfeuerwehr.
Der bisherige Zugführer Ralf Netter wird zum Kommandanten gewählt, Christian Staudacher zu seinem Vertreter.
2004Vorsitzender Anton Wamser stellt sein Amt zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wird Christian Staudacher gewählt. Die übrige Vereinsführung wird in ihren Ämtern bestätigt.
2005Die Jugendfeuerwehr Brunnenreuth wird offiziell gegründet.
2006Nachdem die letzte Gastwirtschaft in Unterbrunnenreuth geschlossen wird steht die Theatergruppe der Wehr mangels Aufführungslokal vor ihrer Auflösung. Die Feuerwehr entschließt sich unter Leitung von Kommandant Ralf Netter
- großzügig unterstützt von der Bevölkerung - ein eigenes Veranstaltungslokal zu bauen.

Kommandant Ralf Netter wird in seinem Amt bestätigt. Stefan Netter wird zu seinem Stellvertreter gewählt.
2007Das Veranstaltungslokal „Brunnenreuther Dorfstadel“ wird mit großem persönlichen Einsatz der Feuerwehrmitglieder gebaut und von der Bevölkerung von Anfang an gut angenommen. Bereits im Oktober kann die erste Theateraufführung mit großem Erfolg stattfinden.
2009Christian Staudacher muss sein Amt aus persönlichen Gründen aufgeben. Sein Vorgänger Anton Wamser wird am 26. Februar zu seinem Nachfolger gewählt, die Vereinsführung ansonsten im Amt bestätigt.