Die Vereinskasse war leer, ein Neuanfang wurde erforderlich. Ende November 1968 wählte der Verein mit Josef Spinnler einen neuen Kommandanten. Michael Mayer wurde neuer Vereinsvorstand. Die frisch ernannte Vereinsführung machte sich mit großem Eifer daran, die FF neu zu organisieren, heißt es in der Chronik. Was das alles mit Theater zu tun hat? Noch nicht viel. Bis Mayer die Idee hatte, die Finanzen des Vereins mit einer Theateraufführung aufbessern zu wollen. „Herz ist Trumpf“ hieß das erste Stück, das Rose-Marie Maier, Margot Keimeleder, Hans Kring, Hans Schuster, Peter Dombrovka und Wolfang Brunner gemeinsam auf der selbst errichteten Bühne im Gasthaus Rößler in Unterbrunnenreuth aufführten. In den 1980erjahren zählte das Ensemble schon 16 Mitglieder und wuchs weiter kontinuierlich. Spielstätte blieb bis zum Jahr 2001 das Gasthaus Rößler. Nach einem Pächterwechsel konnte die Tradition unter den neuen Wirtsleuten Dietz fortgesetzt werden. 2005 erreichte die Gruppe mitten in den Proben zum neuen Stück eine Hiobsbotschaft: Der Gasthof werde geschlossen. Der Verein stand plötzlich ohne Spielstätte da, und das Theater wurde zunächst abgesagt.
Aufgeben wollte die Gruppe aber nicht. Schon in den folgenden Wochen nahm sie sich auf Initiative von Ralf Netter vor, einen eigenen Theaterstadel zu errichten. „Es folgte eine Zeit der Ungewissheit und des Bangens“, heißt es dazu in der Chronik. Doch Netter sei beharrlich geblieben und konnte in vielen Gesprächen und durch die Unterstützung aus der Bevölkerung die Finanzierung auf die Beine stellen. Im März 2007 begannen die Bauarbeiten, bereits im Oktober des selben Jahres fand die Einweihung statt. Das Haus ist mittlerweile Versammlungsstätte für Vereine, Ort für viele andere Veranstaltungen und natürlich die Dorfbühne von Brunnenreuth.